02 April 2026, 20:09

FDP fordert Personal-Kostenbremse statt Koalitionsstreit in Bergisch Gladbach

Plakat mit fetter schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, mit der Aufschrift "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern noch mehr für Reich und Großkonzerne."

FDP fordert Personal-Kostenbremse statt Koalitionsstreit in Bergisch Gladbach

Die FDP in Bergisch Gladbach hat die anhaltende Debatte über Koalitionspolitik in der Stadt kritisiert. Parteimitglieder fordern, den Fokus von politischen Bündnissen auf drängende Probleme wie steigende Personalkosten und Haushaltsdefizite zu verlagern. Die Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund wachsender finanzieller Belastungen und eines expandierenden Verwaltungsapparats.

In den vergangenen sechs Jahren ist die Zahl der Stellen in der Bergisch Gladbacher Verwaltung um 29 Prozent gestiegen – von 1.187 auf 1.528. Trotz dieses Zuwachses bleiben über 100 Positionen unbesetzt. Zudem rechnet die Stadt bis 2030 mit einem jährlichen Haushaltsdefizit von rund 50 Millionen Euro.

Der FDP-Stadtrat Dr. Alexander Engel bezeichnete die aktuelle "Brandmauer"-Debatte als kurzsichtig. Sie lenke von den eigentlichen Herausforderungen ab, darunter die Blockade konservativer oder liberaler Vorschläge durch linke Parteien. Engel forderte den Oberbürgermeister auf, schnellstmöglich eine Obergrenze für Personalkosten einzuführen – ein Schritt, den er als notwendig für die Modernisierung der Verwaltung sieht.

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Auch die FDP-Rätin Dorothee Wasmuth teilte diese Bedenken. Sie betonte, es gehe um inhaltliche Politik statt um Koalitionsgefechte. Die Partei stellt klar, dass sich ihre Kritik nicht gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst richte, sondern gegen die Anpassung von Strukturen an eine Zukunft mit weniger erwerbsfähigen Einwohnern.

Mit ihrem Vorstoß für eine Deckelung der Personalkosten will die FDP die finanzielle Belastung verringern und mehr Flexibilität schaffen. Angesichts des wachsenden Verwaltungsapparats und knapper Haushalte pocht die Partei auf schnellere Entscheidungen. Nun steht die Frage im Raum, ob politische Streitigkeiten die Lösung dieser Probleme verzögern werden.

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