02 April 2026, 10:11

Essener "Courage-Schulen" stärken Netzwerk gegen Rassismus und für Vielfalt

Eine Wand mit einem Schild, das 'Diese Schule ist ein Frieden' trägt, umgeben von Grün, einem Zaun, einer Fahne, Bäumen, Häusern und einem bewölkten Himmel.

Essener "Courage-Schulen" stärken Netzwerk gegen Rassismus und für Vielfalt

Essen: "Courage-Schulen" treffen sich zum dritten lokalen Netzwerktreffen

Am Mittwoch, dem 12. November 2025, kamen Essens "Courage-Schulen" zu ihrem dritten regionalen Vernetzungstreffen zusammen. Organisiert vom Kommunalen Integrationszentrum (KI) brachte die Veranstaltung Schüler:innen, Lehrkräfte und Mitarbeiter:innen von 14 der 27 zertifizierten Schulen der Stadt unter ein Dach. Der Schauspieler und Komiker Fatih Çevikkollu bereicherte das Programm mit einem Auftritt, der Vorurteile hinterfragte und das Bewusstsein für Vielfalt stärkte.

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Oberbürgermeister Thomas Kufen eröffnete die Zusammenkunft mit lobenden Worten für das Engagement der Anwesenden. Demokratie und Menschenwürde müssten ständig verteidigt werden, betonte er – ihr Schweigen zu brechen mache den Tag besonders bedeutsam. Rund 90 Teilnehmende nahmen an fünf Workshops teil, die sich mit Themen wie dem Umgang mit Alltagsrassismus, der Erkennung rechtsextremer Musikcodes oder der Bekämpfung von Cybermobbing beschäftigten. Ein weiterer Workshop widmete sich der Nutzung von Rap als Ausdrucksform.

Galina Borchers, Leiterin des KI, bezeichnete die Veranstaltung als "voller Erfolg" – nicht zuletzt wegen der hohen Beteiligung. Sie unterstrich die wachsende Bedeutung antirassistischer Initiativen und kündigte weitere Netzwerktreffen an. Während die 27 Essener Courage-Schulen ein lokales Projekt darstellen, gibt es ähnliche Programme bundesweit – von Brandenburg bis Bayern. Eine gesamtdeutsche Zahl liegt jedoch nicht vor.

Çevikkollus Auftritt unterstrich die zentralen Themen des Tages, indem er vorurteilsbehaftetes Denken entlarvte und zur Reflexion anregte. Sein Beitrag passte damit zum übergeordneten Ziel des Bündnisses, inklusive Schulumfelder zu fördern.

Das Treffen endete mit neuem Schwung für Essens antirassistisches Netzwerk. Die Teilnehmenden verließen die Veranstaltung mit praktischen Strategien aus den Workshops und dem gemeinsamen Willen, demokratische Werte zu verteidigen. Die Pläne des KI für weitere Zusammenkünfte deuten darauf hin, dass die Initiative ihre Reichweite weiter ausbauen wird.

Quelle