Essen startet Klimaanpassung in drei Stadtteilen mit KRIS-Förderung
Isabella ReinhardtEssen startet Klimaanpassung in drei Stadtteilen mit KRIS-Förderung
Essen hat drei Stadtteile für ein großes Klimaanpassungsprojekt ausgewählt. Über das Förderprogramm KRIS sollen diese Gebiete zu Räumen umgestaltet werden, die besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet sind. Eigentümer:innen in den ausgewählten Zonen können bald Zuschüsse für wasserbezogene Maßnahmen beantragen.
Der Essener Stadtrat hat Messe-Gruga, Neues Bernetal sowie Katernberg/Zollverein als Schwerpunktgebiete für die KRIS-Initiative bestimmt. Die Auswahl fiel auf diese Bezirke, weil sie besonders anfällig für Klimafolgen sind und hier wasserbasierte Lösungen einen spürbaren Unterschied machen können. Für jede Zone liegt nun ein detaillierter Anpassungsplan vor, der beim Projektträger Jülich (PtJ) und der Bezirksregierung zur finalen Genehmigung eingereicht wurde.
Das KRIS-Programm ermöglicht es Kommunen, bis zu 25 Prozent der versiegelten Flächen von der Mischkanalisation zu trennen. Bis 2030 will Nordrhein-Westfalen die Kanalanschlüsse in diesen Gebieten um ein Viertel reduzieren und die Verdunstungsrate um zehn Prozentpunkte steigern. Zwar wurde die Seumannstraße nicht als vollständige Förderzone berücksichtigt, doch könnten dort einzelne Projekte weiterhin Unterstützung erhalten, sofern sie die Kriterien erfüllen.
Mit der Genehmigung der Essener Zonen wird im ersten Halbjahr 2026 gerechnet. Sobald diese vorliegt, können Anwohner:innen und Unternehmen in den ausgewiesenen Gebieten finanzielle Förderung beantragen. Das Vorhaben ist Teil einer übergreifenden Strategie aller 53 Städte und Gemeinden im Regionalverband Ruhr (RVR), um die Klimaresilienz zu stärken.
Das KRIS-Programm soll Essen helfen, zentrale Stadtgebiete an Extremwetter und steigende Temperaturen anzupassen. Die Förderung konzentriert sich auf die Verringerung der Abhängigkeit vom Kanalsystem und die Verbesserung der Wasserspeicherung. Bei Erfolg könnten die Maßnahmen als Vorbild für andere Städte mit ähnlichen klimatischen Herausforderungen dienen.






