Defektes Panikschloss legt Sporthalle in Köln-Poll wochenlang lahm
Ferdinand WeimerDefektes Panikschloss legt Sporthalle in Köln-Poll wochenlang lahm
Mitglieder des Kölner Turnvereins Poll 1904 müssen seit Wochen auf ihr Training verzichten, nachdem ein defekter Türverschluss ihre Sporthalle lahmlegte. Das Problem betrifft eine kaputte Panikschlossvorrichtung in der Turnhalle der GGS Poller Hauptstraße, wodurch rund 300 Sportler:innen seit über drei Wochen keinen Zugang zum Trainingsbetrieb haben.
Auslöser war ein Defekt am Notausgang, der die Stadt Köln dazu zwang, die Halle zu schließen. Zwar wurde eine provisorische Lösung gefunden, die ein normales Öffnen und Schließen der Tür ermöglichte. Doch der Vorstand des Vereins argumentierte, dass diese Behelfslösung die Sicherheitsstandards für schnelle Evakuierungen nicht erfülle.
Mittlerweile hat die Stadt den kompletten Austausch der Panikschlossvorrichtung in Auftrag gegeben. Doch Lieferengpässe verzögerten die Reparatur. Das Ersatzteil soll nun in dieser Woche eintreffen, die Montage ist unmittelbar danach geplant.
Wie die Vereinsvorsitzende Ute Ahn erläuterte, komme es nicht infrage, die Tür während des Trainings offen zu lassen – aus Sicherheits- und Datenschutzgründen. Dieselbe Halle war bereits in einer früheren Phase etwa 18 Monate lang wegen eines ähnlichen Problems mit dem Notausgang gesperrt worden.
Sobald das neue Teil eingebaut ist, kann der Turnverein den regulären Betrieb wiederaufnehmen. Damit endet eine über drei Wochen andauernde Zwangspause für die rund 300 Mitglieder. Mit ihrem Eingreifen will die Stadt weitere Verzögerungen vermeiden und sicherstellen, dass die Anlage alle brandschutz- und sicherheitstechnischen Anforderungen erfüllt.






