Bundesweite Zoll-Razzien gegen Schwarzarbeit in der Sicherheitsbranche gestartet
Bernhard WeinholdBundesweite Zoll-Razzien gegen Schwarzarbeit in der Sicherheitsbranche gestartet
Deutsche Zollbehörden starten Großrazzia gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung in der Sicherheitsbranche
In einer bundesweiten Aktion gehen derzeit über 2.100 Beamte gegen undeclarierte Arbeit und illegale Beschäftigungsverhältnisse in der Sicherheitswirtschaft vor. Im Fokus stehen Unternehmen, die Dienstleistungen wie Veranstaltungsschutz und Objektsicherung anbieten. Erste Ergebnisse der Kontrollen sollen noch in dieser Woche veröffentlicht werden.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls leitet die Operation und konzentriert sich dabei auf Branchen mit besonders hoher Schwarzarbeitsquote. Die Beamten führen sowohl stichprobenartige Kontrollen als auch umfassende Betriebsprüfungen durch, bei denen Arbeitsverträge und Lohnunterlagen aller Beschäftigten überprüft werden.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Einhaltung der Sozialabgaben, des Mindestlohngesetzes und der korrekten Zeitarbeitsregelungen. Zudem wird gegen Sozialleistungsbetrug und die illegale Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte ermittelt. In den vergangenen zwei Jahren waren bereits große Sicherheitsfirmen wie G4S, Securitas und Kötter Security Services in Städten wie Berlin, Hamburg und München Ziel ähnlicher Razzien.
Der Zoll spielt eine zentrale Rolle beim Schutz öffentlicher Einnahmen und der Sozialsysteme. Durch die Durchsetzung der Arbeitsgesetze sollen Steuerhinterziehung verhindert und faire Arbeitsbedingungen in der Branche sichergestellt werden.
Die Ergebnisse der Kontrollwelle werden in den kommenden Tagen bekannt gegeben. Bei Verstößen drohen Unternehmen Bußgelder, Nachzahlungen oder juristische Konsequenzen. Die Aktion ist Teil der laufenden Bemühungen, Schwarzarbeit in besonders gefährdeten Wirtschaftsbereichen einzudämmen.






