Bari Weiss formt CBS News um – und polarisiert die britische Medienwelt
Isabella ReinhardtBari Weiss formt CBS News um – und polarisiert die britische Medienwelt
CBS News und BBC News arbeiten seit der Gründung ihrer Partnerschaft im Jahr 2017 eng zusammen und tauschen Filmaufnahmen sowie Ressourcen aus. Die Kooperation hat besonders durch die jüngsten Schritte von Bari Weiss bei CBS News Aufmerksamkeit erregt. Ihre Personalentscheidungen und redaktionellen Neuausrichtungen sorgen in der britischen Medienbranche für Gesprächsstoff.
Seit ihrem Eintritt bei CBS News hat Weiss markante Veränderungen vorgenommen. So verpflichtete sie Trevor Phillips als leitenden Korrespondenten für globale Angelegenheiten und bezeichnete ihn als jemanden, der „durch den Lärm dringt“ und der Wahrheit nachgeht. Phillips ist der erste von mehreren britischen Journalisten, die Weiss für das Netzwerk gewinnen möchte.
Darüber hinaus traf sich Weiss mit britischen Journalisten, darunter Justin Webb von der BBC, um Möglichkeiten für CBS News und The Free Press außerhalb der USA auszuloten. Ihre Amtszeit wird in Großbritannien genau beobachtet – insbesondere ihre Umstrukturierung der Sendung „60 Minutes“ und ihre vermeintlichen Verbindungen zur Regierung unter Donald Trump. Unterdessen konnte The Free Press den Kolumnisten Douglas Murray verpflichten, der für die New York Post schreibt und als Redakteur beim Spectator tätig ist.
Trotz der Partnerschaft bleibt die BBC News redaktionell unabhängig und hält an ihren eigenen Standards fest. Einige BBC-Insider äußerten jedoch Bedenken hinsichtlich der Zusammenarbeit mit CBS News – vor allem angesichts des polarisierenden Rufs von Weiss.
Die Kooperation zwischen CBS und BBC wird fortgesetzt, wobei beide Sender weiterhin Ressourcen teilen. Mit der Einstellung von Phillips und ihrem Interesse am britischen Markt deutet Weiss auf eine weitere Expansion hin. Die BBC News betont jedoch, dass sie ihre redaktionelle Unabhängigkeit unabhängig von externen Partnerschaften bewahrt.
