Aachener Zoll bilanziert 2024: Rekordzahlen bei Beschlagnahmungen und Strafverfahren
Ferdinand WeimerAachener Zoll bilanziert 2024: Rekordzahlen bei Beschlagnahmungen und Strafverfahren
Hauptzollamt Aachen meldet ereignisreiches Jahr 2024
Das Hauptzollamt Aachen verzeichnete 2024 ein arbeitsintensives Jahr. Die Teams bewältigten ein breites Aufgabenspektrum – von der Beschlagnahmung illegaler Waren bis zur Bearbeitung von Steuererklärungen. Die Behörde spielt eine zentrale Rolle beim Schutz öffentlicher Gelder und der Einhaltung von Handelsgesetzen.
Allein im vergangenen Jahr konfiszierten die Aachener Zollbeamten 17.087 Einheiten verbotener Waren mit einem geschätzten Wert von über 2,5 Millionen Euro. Die Verkehrskontrollgruppe überprüfte 9.771 Fahrzeuge sowie 8.986 Personen und 7.004 Gegenstände.
Die Abteilung für Straftaten und Ordnungswidrigkeiten bearbeitete 5.350 Strafverfahren und 2.177 Ordnungswidrigkeiten. Das Vollstreckungs- und Liquidationsteam führte fast 247.000 Vollstreckungsverfahren durch. Zudem wurden knapp 400.000 Zollerklärungen mit über 3 Millionen Einzelpositionen abgewickelt.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Bekämpfung von Schwarzarbeit. Die zuständige Kontrollstelle leitete 1.954 Ermittlungsverfahren wegen Sozialbetrugs ein. Der durch illegale Beschäftigung entstandene finanzielle Schaden wird auf 11,88 Millionen Euro geschätzt.
Die Einnahmenerzielung blieb ein zentrales Anliegen: Das Hauptzollamt Aachen erzielte 2024 Steuereinnahmen in Höhe von 400 Millionen Euro, davon entfielen 234 Millionen Euro auf die Einfuhrumsatzsteuer und 121 Millionen Euro auf Verbrauchsteuern.
Das Hauptzollamt Aachen beschäftigt bundesweit rund 48.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihre Arbeit trägt maßgeblich zur öffentlichen Sicherheit, zum Schutz der Sozialsysteme und zur Verbrauchersicherheit bei. Die Zahlen für 2024 unterstreichen den Umfang und die Bedeutung ihrer Tätigkeit bei der Durchsetzung von Handels- und Steuerrecht.
