16-Jähriger aus Münsterland wegen IS-Unterstützungsverdachts festgenommen und wieder freigelassen
Ferdinand WeimerVerdächtiger IS-Sympathisant wieder bei Eltern - 16-Jähriger aus Münsterland wegen IS-Unterstützungsverdachts festgenommen und wieder freigelassen
Ein 16-Jähriger aus dem Münsterland ist am Freitagabend vorläufig festgenommen worden, weil er im Verdacht steht, die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) unterstützt zu haben. Die Polizei durchsuchte das Elternhaus des Jugendlichen in Nottuln und beschlagnahmte mehrere Gegenstände, darunter ein Messer und Attrappen von Schusswaffen.
Der Teenager wurde verhaftet, nachdem die Behörden in seinen Social-Media-Accounts Beiträge mit IS-Bezug entdeckt hatten. Unter den geteilten Inhalten befanden sich auch Abbildungen von Waffen. Nach der Festnahme sicherten die Beamten sein Handy, ein Messer sowie mehrere Waffenattrappen. Eine der beschlagnahmten Waffen wird derzeit noch überprüft, um ihre Echtheit zu klären.
Nach den Vernehmungen fanden die Ermittler jedoch keine rechtliche Grundlage für eine weitere Inhaftierung. Der Jugendliche wurde wieder in die Obhut seiner Eltern entlassen, wobei das Jugendamt über den Fall informiert wurde. Trotz der Freilassung führen die Sicherheitsbehörden die Ermittlungen fort.
Die Münsteraner Polizepräsidentin Alexandra Dorndorf betonte das Vorgehen des Landes in solchen Fällen. Sie erklärte, die Behörden würden bei potenziellen Gefahrenlagen mit Sensibilität, Wachsamkeit und Schnelligkeit reagieren.
Die Ermittlungen dauern an, wobei die Sicherheitsdienste die Lage weiterhin genau beobachten. Die Social-Media-Aktivitäten des Jugendlichen sowie die beschlagnahmten Gegenstände werden als Beweismaterial ausgewertet. Auch das Jugendamt wird in die weitere Bewertung des Falls einbezogen.






