1. FC Köln: Kwasnioks Zukunft nach sieben sieglosen Spielen ungewiss
Isabella Reinhardt1. FC Köln: Kwasnioks Zukunft nach sieben sieglosen Spielen ungewiss
Der Druck auf Trainer Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln wächst weiter, nachdem seine Mannschaft ihre sieglose Serie auf sieben Spiele ausgedehnt hat. Das 1:1 im Derby gegen Borussia Mönchengladbach am Freitag ließ den Verein knapp über der Relegationszone der Bundesliga schweben. Sportdirektor Thomas Kessler hielt sich mit einer klaren Rückendeckung für den umstrittenen Coach zurück und kündigte an, die Situation über das Wochenende hin sorgfältig zu prüfen.
Kwasniok hatte im Juni 2025 das Traineramt in Köln übernommen, nachdem er vier Spielzeiten lang SC Paderborn in der 2. Bundesliga betreut hatte. Seine Bilanz in Paderborn umfasste 63 Siege, 36 Unentschieden und 45 Niederlagen aus 144 Spielen – eine Siegquote von 43,75 Prozent. Doch der Schritt in die höchste Spielklasse erwies sich als weitaus schwieriger. Nach 28 Bundesliga-Partien stehen für den FC nur sieben Siege, sieben Remis und 14 Niederlagen zu Buche, was die Mannschaft mit 25 Punkten auf Platz 14 bringt. Die Tordifferenz beträgt -11, und der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt lediglich einen Zähler.
Der jüngste Rückschlag ereignete sich beim Heimremis gegen Mönchengladbach, wo ein Sieg die wachsende Anspannung hätte lindern können. Kessler, auf Kwasnioks Zukunft angesprochen, verweigerte eine eindeutige Bestätigung. Stattdessen räumte er ein, dass die Mannschaft bald wieder gewinnen müsse, gab aber an, er werde "eine Nacht darüber schlafen", bevor er Entscheidungen treffe.
Kwasniok hingegen zeigte sich kämpferisch. Er betonte, nach wie vor die volle Unterstützung der Vereinsführung zu spüren, und bekundete sein Vertrauen, die Wende noch schaffen zu können. Doch die Abstiegsgefahr bleibt akut: Sollte der FC St. Pauli am Wochenende zu Hause gegen den SC Freiburg gewinnen, könnte Köln noch auf den Relegationsplatz abrutschen.
Das nächste Spiel, das Auswärtsspiel bei Union Berlin am 29. März, gewinnt nun an zusätzlicher Brisanz. Mit nur vier Punkten Vorsprung auf den direkten Abstiegsplatz ist jedes Spiel von entscheidender Bedeutung.
Die sieglose Durststrecke des FC Köln dauert mittlerweile fast zwei Monate an und erhöht den Druck auf Kwasniok vor einer Reihe entscheidender Partien. Kesslers Zögern, ihn öffentlich zu unterstützen, deutet auf Unsicherheit in der Vereinsführung hin. Die kommenden Tage werden zeigen, ob der Club einen Wechsel vollzieht oder weiter auf den aktuellen Trainer setzt, um den Klassenerhalt zu sichern.






