Verbraucherzentrale hilft WEGs mit günstiger Energieberatung und klagt gegen Preissprünge
Isabella ReinhardtVerbraucherzentrale hilft WEGs mit günstiger Energieberatung und klagt gegen Preissprünge
Verbraucherzentrale startet neues Energieberatungsangebot für Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs)
Die Verbraucherzentrale hat einen neuen Energieberatungsservice für Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) eingeführt. Das Programm soll Entscheidungen über energetische Sanierungen durch Fachberatung erleichtern. Gleichzeitig leitet die Organisation rechtliche Schritte gegen Energieversorger wegen der jüngsten Preissprünge ein.
Bei dem Angebot handelt es sich um das größte unabhängige Energieberatungsprogramm Deutschlands. Es bietet WEGs ein strukturiertes Verfahren, das Videoberatungen, persönliche Gespräche, einen ausführlichen schriftlichen Bericht sowie Nachbesprechungen umfasst. Dabei können bis zu zwei Schwerpunktthemen behandelt werden, etwa Photovoltaik, Solarthermie oder Heizungsoptimierung.
Mit 1.000 Beraterinnen und Beratern an 900 Standorten unterstützte der Service allein 2024 rund 230.000 Haushalte. Für WEGs belaufen sich die Gesamtkosten auf maximal 80 Euro, da das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bis zu 1.000 Euro fördert. Die Anmeldung ist über die Energieberatungsseite der Verbraucherzentrale möglich.
Parallel dazu geht die Organisation rechtlich gegen E.ON und HanseWerk Natur vor. Ziel ist es, Erstattungen für Kunden durchzusetzen, die von drastischen Preiserhöhungen betroffen sind. Betroffene können über die Plattform der Verbraucherzentrale prüfen, ob sie sich der Sammelklage anschließen können.
Der neue Service bietet WEGs bezahlbare, fachkundige Beratung zu energetischen Modernisierungen. Gleichzeitig könnte die Klage gegen E.ON und HanseWerk Natur zu finanzieller Entlastung für betroffene Verbraucher führen. Beide Initiativen unterstreichen die Rolle der Verbraucherzentrale als Unterstützerin von Haushalten in Energiefragen.






