24 April 2026, 06:10

Uli Hoeneß löst mit veganer Ernährungskritik eine hitzige Debatte aus

Zeitung mit Text und einer Illustration, die "Samuel Hack, Schweinefleisch- und Wursthersteller, Feine Bewdley Würste" zeigt.

Uli Hoeneß löst mit veganer Ernährungskritik eine hitzige Debatte aus

Der ehemalige Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß hat mit seiner Kritik an veganer Ernährung in einem aktuellen Podcast eine Debatte ausgelöst. Im Gespräch mit dem bayerischen Radiosender Antenne Bayern behauptete er, dass pflanzliche Ernährung langfristig zu gesundheitlichen Problemen führe. Seine Äußerungen kommen überraschend, da er selbst eine Vorgeschichte mit Herzproblemen und Bluthochdruck hat – Erkrankungen, die oft mit fleischlastiger Ernährung in Verbindung gebracht werden.

Hoeneß argumentierte, vegane Ernährung mache Menschen auf Dauer krank. Zudem bezeichnete er Veganer als übermäßig aggressiv bei der Verbreitung ihrer Überzeugungen. Seine Aussagen stehen im Widerspruch zu wachsenden wissenschaftlichen Erkenntnissen, wonach pflanzliche Ernährung das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2 senkt – beides Erkrankungen, unter denen er selbst leidet.

Das Familienunternehmen des 72-Jährigen, HoWe Wurstwaren, produziert weiterhin traditionelle Fleischwaren. Inzwischen führen seine Kinder das Unternehmen: Tochter Sabine ist als Gesellschafterin beteiligt, Sohn Florian trägt die volle Entscheidungsgewalt. Gleichzeitig hat sich die Fleischbranche seit 2014 gewandelt, als der große Wursthersteller Rügenwalder Mühle begann, massiv in pflanzliche Alternativen zu investieren – getrieben von der steigenden Nachfrage.

Die Tierrechtsorganisation PETA hat Hoeneß inzwischen eingeladen, ihr Programm Veganstart auszuprobieren. Der Vorstoß folgt auf jahrelange Studien, die belegen, dass vegane Ernährung der Gesundheit, dem Tierschutz und der Umwelt zugutekommt.

Hoeneß' Kritik an der veganen Lebensweise steht im Kontrast zu medizinischen Untersuchungen, die Fleischkonsum mit chronischen Krankheiten in Verbindung bringen. Während sein Familienbetrieb weiterhin auf Fleisch setzt, steigen immer mehr Unternehmen und Verbraucher auf pflanzliche Alternativen um. Die Diskussion spiegelt die wachsende Kluft zwischen traditioneller Lebensmittelindustrie und sich wandelnden Ernährungsgewohnheiten wider.

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