Traditions-Parfümerie Pieper meldet überraschend Insolvenz an
Die Parfümerie-Kette Pieper Parfümerien mit Sitz in Herne hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen betreibt bundesweit über 140 Filialen, mit einem starken Schwerpunkt im Ruhrgebiet, und beschäftigt mehr als 1.000 Mitarbeiter. Trotz jüngsten Wachstums haben finanzielle Schwierigkeiten nun zu diesem Schritt geführt.
In den vergangenen fünf Jahren konnte Pieper seinen Marktanteil im Ruhrgebiet um 2–3 Prozentpunkte auf rund 18 Prozent ausbauen. Dies gelang durch Neueröffnungen in Städten wie Dortmund und Essen sowie durch wettbewerbsfähige Preise und gezieltes Lokalkommunikation. Dennoch schrumpfte der gesamte Duftstoffmarkt um 5 Prozent – bedingt durch den wachsenden Konkurrenzdruck durch den Online-Handel.
Im Geschäftsjahr 2021/22 verzeichnete das Unternehmen einen Nettoumsatz von 113,7 Millionen Euro. Trotz dieser Anstrengungen steht es nun vor dem Insolvenzverfahren. Vorerst läuft der Geschäftsbetrieb wie gewohnt weiter, und die Löhne der Beschäftigten sind für drei Monate über das deutsche Insolvenzgeld abgesichert.
Unklar bleibt, wie es mit dem Traditionsunternehmen weitergeht – ob es zu Entlassungen oder Filialschließungen kommt, wird sich im Rahmen des Verfahrens entscheiden.
Die Insolvenzanmeldung von Pieper markiert einen Einschnitt für den langjährigen Händler. Im Laufe des Verfahrens wird sich zeigen, ob eine Restrukturierung, ein Personalabbau oder andere Maßnahmen folgen. Bis dahin können Kunden und Mitarbeiter mit einem regulären Betrieb rechnen.






