Solingen kämpft um sichere Schwimmkenntnisse für alle Grundschulkinder
Bernhard WeinholdSolingen kämpft um sichere Schwimmkenntnisse für alle Grundschulkinder
Immer mehr Kinder in Solingen verlassen die Grundschule ohne sichere Schwimmkenntnisse
Begrenzte Badezeiten, Personalmangel und die Folgen der Pandemie haben das Problem verschärft. Nun suchen Stadtverantwortliche nach Lösungen, um sicherzustellen, dass jedes Kind vor dem Schulabschluss ausreichend Schwimmunterricht erhält.
Ertrinkungsunfälle bleiben ein ernstes Risiko für Nichtschwimmer. Jedes Jahr führen mangelnde Schwimmfähigkeiten zu vermeidbaren Tragödien im und am Wasser. Frühzeitiger Schwimmunterricht stärkt nicht nur das Selbstvertrauen und die Freude an Bewegung, sondern vermittelt auch lebenswichtige Sicherheitskompetenzen.
In Solingen schlagen die CDU-Fraktion und der Stadtsportbund nun eine Lösung vor: eine dauerhafte Förderung von rund 75.000 Euro jährlich für die Anstellung von Schwimmhelfern an allen Schulen. Diese sollen Lehrkräfte unterstützen, kleinere Gruppen betreuen und so die Qualität des Unterrichts verbessern.
Die Stadtverwaltung wurde aufgefordert, frühere Erfahrungen mit Schwimmhelfern auszuwerten und die langfristige Finanzierung zu prüfen. Externe Programme wie "Deutschland lernt schwimmen" könnten ebenfalls helfen – ihr Nutzen ist jedoch noch ungewiss.
Eine nachhaltige Lösung erfordert die Zusammenarbeit von Schulen, Sportvereinen, Politik und Kommunalverwaltung. Ohne gemeinsames Engagement wird sich das Problem nicht lösen lassen: dass Kinder die Schule ohne sichere Schwimmkenntnisse verlassen.
Der Vorstoß für besseren Schwimmunterricht in Solingen kommt zu einer Zeit wachsender Sorgen um die Wassersicherheit von Kindern. Wird die vorgeschlagene Förderung genehmigt, würde sie strukturierte Unterstützung für Schwimmhelfer an Schulen schaffen. Die nächsten Schritte hängen von der Prüfung durch die Stadt und der Kooperationsbereitschaft aller Beteiligten ab.






