Seltene Jugendstil-Vase von J. P. Kayser im Deutschen Zinnmuseum zu sehen
Ferdinand WeimerSeltene Jugendstil-Vase von J. P. Kayser im Deutschen Zinnmuseum zu sehen
Eine seltene und kunstvoll gestaltete Vase aus der Krefelder Zinngießerei J. P. Kayser ist nun im Deutschen Zinnmuseum ausgestellt. Das mit filigranen Zinnrosen-Applikationen verzierte Stück stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert und wird derzeit von der Historikerin Dr. Marilena Calcara untersucht. Sammler und Museen weltweit schätzen Kayserzinn noch immer als kostbare Rarität aus der Zeit des Jugendstils.
Die Vase entstand nach 1908 in der Kayserschen Gießerei, einer 1851 in Krefeld gegründeten Werkstatt. Engelbert Kayser, der kreative Kopf hinter den Entwürfen des Unternehmens, prägte dessen Ruf für herausragendes Handwerk. Neben dieser monumentalen Vase fertigte die Gießerei auch Messingobjekte wie Weinkühler an, die mit figurativen Griffen und Weinranken-Friesen verziert waren.
In den 1960er-, 70er- und 80er-Jahren erlebte Jugendstil-Zinnware einen regelrechten Boom und galt fast als Statussymbol unter Sammlern. Das Deutsche Zinnmuseum besitzt bereits mehrere Messingstücke mit dem Kayser-Stempel. Nun bittet das Museum die Öffentlichkeit, Hinweise oder Informationen über weitere im Umlauf befindliche Kayser-Objekte zu teilen.
Die Vase bleibt bis zum 30. November 2025 ausgestellt und gibt Besuchern die Möglichkeit, ihre feinen Details aus nächster Nähe zu bewundern. Die Ausstellung unterstreicht die anhaltende Faszination für Kayserzinn und den bleibenden Einfluss der Gießerei auf die dekorativen Künste. Während Forscher weiterhin die Herkunft der Vase erforschen, ruft das Museum alle, die über Wissen zu Kayser-Stücken verfügen, zur Mitarbeit auf. Diese seltene Präsentation bietet einen Einblick in das Handwerk einer vergangenen Epoche.






