Rheinmetall wächst stark – doch Fregatten-Deal belastet Aktienkurs
Isabella ReinhardtRheinmetall wächst stark – doch Fregatten-Deal belastet Aktienkurs
Rheinmetall verzeichnet starkes Wachstum im Jahr 2025 – doch Aktienkurs leidet unter unsicherem Fregatten-Deal
Rheinmetall hat für das Jahr 2025 ein kräftiges finanzielles Wachstum gemeldet: Im ersten neun Monate stieg der Umsatz um 20 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro. Der Rüstungsriese verzeichnete zudem einen Anstieg des operativen Gewinns um 18 Prozent auf 835 Millionen Euro. Trotz dieser positiven Entwicklung ist der Aktienkurs jedoch gesunken – Grund ist die anhaltende Unsicherheit über einen milliardenschweren Fregattenauftrag der deutschen Regierung.
Der Erfolg des Unternehmens fällt in eine Zeit steigender globaler Sicherheitsrisiken, die die Nachfrage nach Militärtechnik antreiben. Rheinmetall verfügt mittlerweile über einen Rekordauftragsbestand von 64 Milliarden Euro – ein Zeichen für seine wachsende Bedeutung in der Verteidigungsindustrie. Dennoch bleiben Anleger vorsichtig, da sich die Vergabe eines mehrstufigen Milliardenauftrags für den Bau von sechs Fregatten des Typs 126 verzögert.
Fregattenprogramm F126: Entscheidung der Bundesregierung steht noch aus Das Bundesministerium der Verteidigung hat sich noch nicht endgültig für das F126-Programm entschieden. Zur Diskussion stehen zwei Optionen: Rheinmetall als Hauptauftragnehmer oder die Werftengruppe TKMS, die stattdessen kleinere Fregatten des Typs Meko A-200 DEU bauen würde. Bisher wurden weder offizielle Beschaffungskriterien noch ein transparenter Entscheidungsprozess veröffentlicht, sodass der Zeitplan unklar bleibt. Die Vertragsvergabe, ursprünglich für den Sommer 2026 erwartet, wurde aufgrund politischer Faktoren verschoben – mit Folgen für Rheinmetalls Neugeschäft im dritten Quartal.
Lange galt Rheinmetall als Favorit für den prestigeträchtigen Fregattenauftrag, der dem Konzern langfristige Einnahmen sichern würde. Doch nun droht der Konkurrent TKMS, das Unternehmen auszustecchen – was die Sorgen der Investoren weiter schürt. Die Verzögerung stellt Aktionäre vor ein Dilemma: Sollten sie auf die langfristige Stärke des Unternehmens setzen oder auf kurzfristige Rückschläge bei Auftragsvergaben reagieren?
Entscheidung über Fregatten-Deal wird Rheinmetalls Zukunft prägen Der Fregattenauftrag bleibt ein zentraler Faktor für die künftigen Aussichten des Konzerns. Zwar bleibt die finanzielle Performance Rheinmetalls robust, doch die anhaltende Unsicherheit belastet den Aktienkurs. Die endgültige Entscheidung der Bundesregierung wird zeigen, ob Rheinmetall den Zuschlag erhält – oder sich weiter dem Wettbewerb mit TKMS stellen muss.






