PETA fordert radikales Jagdverbot – doch die Politik bleibt untätig
Isabella ReinhardtPETA fordert radikales Jagdverbot – doch die Politik bleibt untätig
Die Tierrechtsorganisation PETA fordert ein vollständiges Verbot von Freizeitjagd und Angeln in Deutschland. Die Organisation argumentiert, dass diese Aktivitäten jedes Jahr unnötiges Leid über Millionen von Tieren bringen. Aktuelle Petitionen richten sich zudem gegen die Veröffentlichung von Trophäenfotos und Drückjagden.
Jährlich töten Hobbyjäger in Deutschland über fünf Millionen Wildtiere. Zusätzlich fallen 200.000 Katzen dieser Praxis zum Opfer. PETA behauptet, dass die Jagd soziale Strukturen von Tieren zerstört und bei manchen Arten sogar die Fortpflanzungsrate erhöht. Trotz dieser Bedenken hat bisher kein Bundesland Gesetze zur Einschränkung der Freizeitjagd erlassen.
Auch das Angeln steht in der Kritik: Millionen von Fischen leiden jährlich unter Hakenverletzungen und langsamem Ersticken. PETA betont, dass Fische fühlende Wesen sind, die Schmerzen empfinden und sich im Spiegel erkennen können. Die Organisation besteht darauf, dass weder Jagd noch Angeln ökologisch notwendig oder ethisch vertretbar seien.
Kürzliche Änderungen des Bundesjagdgesetzes, die der Bundesrat am 27. März 2026 gebilligt hat, haben die Debatte weiter angeheizt. Die neuen Regelungen ermöglichen es den Ländern, in Gebieten mit hohem Schutzstatus Wölfe zu bejagen, um Nutztiere – insbesondere zwischen Juli und Oktober – zu schützen. Naturschutzverbände lehnen diese Maßnahme vehement ab und argumentieren, sie untergrabe den Artenschutz.
PETA setzt sich weiterhin für strengere Vorschriften ein und ruft Tierfreunde dazu auf, Jagd- und Angelveranstaltungen zu meiden. In den Petitionen der Organisation wird zudem ein Verbot von Trophäenfotos und Drückjagden gefordert. Bisher wurden jedoch auf Landesebene keine Einschränkungen für die Freizeitjagd umgesetzt.






