17 April 2026, 04:10

NWL sucht dringend Investor für die angeschlagene Eurobahn bis 2028

Ein detailliertes Bild eines alten Buches mit einer Zeichnung einer Eisenbahntrasse und zusätzlichen Eisenbahn-spezifischen Skizzen und Notizen.

NWL sucht dringend Investor für die angeschlagene Eurobahn bis 2028

Der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) sucht einen neuen Investor, der die Eurobahn übernehmen soll. Der Eisenbahnbetreiber, der wichtige Strecken in Nordrhein-Westfalen bedient, steht vor aktuellen Herausforderungen aufgrund von Personalmangel. Nun strebt der NWL an, bis Ende 2027 oder Anfang 2028 einen Käufer zu finden, um die langfristige Stabilität des Unternehmens zu sichern.

Die Eurobahn, ein bedeutender regionaler Bahnanbieter, ist vor allem in Nordrhein-Westfalen aktiv, mit Verbindungen, die bis nach Niedersachsen und in die Niederlande reichen. Zu ihrem Netz gehören wichtige Linien wie die RE13, RE3 und RB67. Das Unternehmen ist zudem Teil des NWL, gemeinsam mit Mobility Ruhr-Lippe (ZRL), Mobility Münsterland (ZVM), dem Verkehrsverbund Ostwestfalen-Lippe (VVOWL), dem Nahverkehrsnetz Paderborn-Höxter (nph) und der Westfalen-Süd Verkehrsgesellschaft (ZWS).

Im April 2024 musste die Eurobahn aufgrund massiver Personalknappheit auf einigen Strecken den Takt auf nur noch eine Verbindung pro Stunde reduzieren. Der technische Geschäftsführer Karsten Schulz bestätigte, dass das Angebot auf bestimmten Linien um bis zu 40 Prozent gekürzt wurde. Das Unternehmen plant jedoch, bis Dezember 2025 wieder den vollen Fahrplan anzubieten und erwartet mit dem neuen Fahrplan weitere Verbesserungen bei den Ausfallquoten.

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Spätestens bis 2032 muss der NWL einen neuen Investor für die Eurobahn finden, da dann die aktuellen politischen Vereinbarungen und Streckenverträge auslaufen. Nils Werner, Leiter der NWL-Abteilung Markt & Kunden, betonte, dass ein zuverlässiger Betrieb entscheidend sei, um potenzielle Käufer zu gewinnen. Der Verband arbeitet nun daran, die Übernahme bis zum Jahreswechsel 2027/2028 abzuschließen.

Die Dienstleistungseinschränkungen der Eurobahn im Jahr 2024 machten die betrieblichen Herausforderungen deutlich, doch der für Dezember 2025 geplante Fahrplan soll die volle Kapazität wiederherstellen. Die Suche des NWL nach einem Investor wird die Zukunft des Unternehmens über 2032 hinaus bestimmen – wobei Stabilität und Zuverlässigkeit weiterhin oberste Priorität haben.

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