Mordprozess: Mann gesteht Messerangriff auf seine Frau – doch war es Notwehr?
Isabella ReinhardtAussage im Mordprozess: Angeklagter berichtet von Angriff - Mordprozess: Mann gesteht Messerangriff auf seine Frau – doch war es Notwehr?
Ein Mann, der wegen Mordes vor Gericht steht, hat eingeräumt, seine Frau erstochen zu haben, behauptet jedoch, sie habe ihn zuvor angegriffen. Die Polizei fand ihn mit einer schweren Bauchverletzung auf – er lag neben ihrem leblosen Körper in ihrem gemeinsamen Zuhause. Die Staatsanwaltschaft argumentiert, die Tat sei nach einem Streit über eine geplante Reise zu Verwandten eskaliert.
Das Paar soll sich laut Berichten über einen bevorstehenden Besuch bei der Familie der Frau in den Niederlanden gestritten haben. Ermittler gehen davon aus, dass der Angeklagte Schwierigkeiten damit hatte, dass seine Frau Kontakt zu Freunden und Verwandten hielt. Diese Spannungen hätten schließlich zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung geführt.
Am Tatort entdeckten die Beamten den Körper der Frau mit 32 Stichwunden im Oberkörper. Der ebenfalls verletzte Angeklagte lag daneben. Anfangs vermuteten die Behörden, dass seine Wunde von einem Suizidversuch stammte.
Während der Vernehmung gestand der Mann, seine Frau mit einem Küchenmesser erstochen zu haben. Nun jedoch besteht er darauf, sie sei die Aggressorin im Streit gewesen.
Im Prozess werden die widersprüchlichen Schilderungen des Vorfalls untersucht. Die Staatsanwaltschaft will nachweisen, dass es sich um eine vorsätzliche Tat handelte, während die Verteidigung auf Notwehr plädiert. Der Fall hängt entscheidend von den Beweisen zur Art des Streits und der Abfolge der Verletzungen ab.






