17 March 2026, 12:12

Karlspreis-Vorstand wächst: Fünf neue Mitglieder für Europas Zukunft

Altes Dokument mit der Überschrift "Johann Wolfgang von Goethes Wiener Vertrag, 1777" in einem goldenen Rahmen mit einem Wappen.

Karlspreis-Vorstand wächst: Fünf neue Mitglieder für Europas Zukunft

Die Gesellschaft zur Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen hat ihren Vorstand erweitert. Fünf neue Mitglieder werden künftig die renommierte Auszeichnung mitgestalten, die sich um die Förderung der europäischen Einheit verdiente Persönlichkeiten ehrt. Bei der Bekanntgabe betonte die Organisation zudem ihre anhaltende Verpflichtung zu europäischen Werten und der europäischen Integration.

Der Internationale Karlspreis, der traditionell am Christi-Himmelfahrtstag im Aachener Krönungssaal verliehen wird, bleibt die älteste und angesehendste Ehrung für europäische Verdienste. Seit 2025 umfasst er zudem einen mit einer Million Euro dotierten Projektfonds, der jährlich Initiativen zur Stärkung Europas unterstützt.

Der Vorstand spielt eine zentrale Rolle bei der Auswahl der Preisträger:innen und der Organisation der Verleihungszeremonie. Die diesjährigen Neuberufenen – Dr. Margrethe Schmeer (CDU), Hermann Josef Pilgram (Bündnis 90/Die Grünen), Fabia Kehren (SPD), Sabine Scholt und Hermann Gröhe – wurden aufgrund ihres tiefgreifenden Verständnisses der europäischen politischen Landschaft und ihrer umfangreichen Erfahrung ausgewählt. Dr. Jürgen Linden, der Vorsitzende des Vorstands, lobte ihre Qualifikationen und ihr Engagement für die Ziele der Gesellschaft.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Gleichzeitig lehnte der Vorstand Vorschläge der AfD und der Partei DIE LINKE ab, da deren Nominierungen nicht mit den pro-europäischen Zielen der Gesellschaft vereinbar seien. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich die Zusammensetzung des Gremiums deutlich gewandelt: 2006 dominierten noch deutsche und EU-Politiker:innen, überwiegend aus dem Mitte-rechts-Spektrum, bei einem Frauenanteil von etwa 10 Prozent. Bis 2026 ist die Gruppe internationaler geworden – seit 2015 sind auch Vertreter:innen aus Nicht-EU-Staaten wie den USA und Großbritannien dabei. Heute setzt sich der Vorstand zu etwa 50 Prozent aus Politiker:innen, zu 30 Prozent aus Wissenschaftler:innen und Wirtschaftsvertreter:innen sowie zu 20 Prozent aus Kulturschaffenden zusammen, wobei der Frauenanteil mittlerweile bei rund 35 Prozent liegt.

Der erweiterte Vorstand wird weiterhin Persönlichkeiten auszeichnen, die sich um die europäische Einheit und Werte verdient machen. Mit einer stärkeren und vielfältigeren Führung will die Gesellschaft ihre Unterstützung für die Ziele der Europäischen Union festigen. Der jährliche Preis und der dazugehörige Projektfonds bleiben zentrale Instrumente, um pro-europäische Initiativen auf dem gesamten Kontinent zu fördern.

Quelle