25 March 2026, 06:12

Jan Böhmermanns skurriles Kunst-Experiment im Berliner Haus der Kulturen der Welt

Ein Gestell mit Büchern und Postern, die den Satz "Ich liebe Berlin" gegen einen leicht unscharfen, träumerischen Hintergrund zeigen.

Jan Böhmermanns skurriles Kunst-Experiment im Berliner Haus der Kulturen der Welt

Im Haus der Kulturen der Welt in Berlin hat der Satiriker Jan Böhmermann eine neue Ausstellung eröffnet. Unter dem Titel "Die Möglichkeit der Irrationalität" verwandelt sie seine TV-Sendung "ZDF Magazin Royale" in ein interaktives Erlebnis. Bis zum 19. Oktober können Besucher die Schau für 15 Euro Eintritt erkunden.

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Gezeigt werden ungewöhnliche Exponate mit Bezug zu umstrittenen Persönlichkeiten – darunter Donald Trumps eigenmarkierte Haarkur und Handtücher des österreichischen Immobilienmilliardärs René Benko. Böhmermann, bekannt für seine scharfe Kritik an Trump in seiner Late-Night-Show, präsentiert diese Objekte als "Trophäen, Souvenirs und Accessoires" angeblicher Schurken.

Vor dem Gebäude thront eine riesige, aufblasbare Freiheitsstatue im Wasserbecken – ein Symbol für den "labilen Zustand der US-Demokratie", wie Böhmermann es beschreibt. Im Inneren lässt eine Teleskop- und Spiegelinstallation Besucher einen fiktionalisierten Bundeskanzler Friedrich Merz bei der Arbeit beobachten. Ein weiteres Highlight ist eine überlebensgroße Butterbüste des ehemaligen Kanzlers Helmut Kohl.

Das Projekt versteht Böhmermann als Experiment in "konstruktiver Irrationalität" – unkonventionelles Denken solle helfen, aktuelle Herausforderungen zu bewältigen. Trotz seines provokanten Stils gab es bisher keine größeren Skandale oder politische Reaktionen auf seine Arbeit. Der Künstler bleibt eine eher randständige Figur in der deutschen Kulturszene.

Die Ausstellung ist bis Mitte Oktober täglich geöffnet und verbindet Satire, Interaktivität und politische Kommentare. Tickets kosten 15 Euro, Altersbeschränkungen gibt es nicht. Böhmermanns Ansatz mischt Humor mit beißender Beobachtungsgabe und überlässt es den Besuchern, die Grenzen zwischen Kunst und Provokation zu ziehen.

Quelle