25 March 2026, 12:11

Henkel kämpft mit Ölpreisen und sinkender Nachfrage – doch die Markenstärke gibt Hoffnung

Liniengraph, der einen abwärtsgerichteten Trend in den projizierten zukünftigen Ölimporten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Henkel kämpft mit Ölpreisen und sinkender Nachfrage – doch die Markenstärke gibt Hoffnung

Der Düsseldorfer Konzern Henkel, bekannt für Marken wie Persil und Schwarzkopf, sieht sich mit steigenden Kosten durch höhere Ölpreise konfrontiert. Das Unternehmen warnt, dass Verzögerungen bei Preiserhöhungen die finanzielle Belastung weiter verschärfen könnten.

Die Ausgaben des Konzerns sind gestiegen, da Lieferanten und Logistikunternehmen ihre eigenen erhöhten Kosten weitergeben. Zwar ist Henkel nicht direkt von der Krise betroffen, doch die stark gestiegenen Ölpreise treiben die Material-, Lieferketten- und Transportkosten in die Höhe. Vorstandsvorsitzender Carsten Knobel betonte, dass ein zu langes Warten mit Preisanpassungen die finanzielle Situation nur zusätzlich belasten werde.

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In der ersten Jahreshälfte 2024 schwächte sich die globale Nachfrage nach Henkels Kernprodukten ab. Der organische Umsatz sank insgesamt um 1,9 %, wobei der Bereich Klebstofftechnologien leicht um 1,3 % zulegte, die Sparte Schönheitspflege jedoch um 6,2 % einbrach. Der Rückgang war vor allem auf geringere Absatzmengen zurückzuführen, obwohl die Preise stabil blieben.

Trotz der Herausforderungen zeigt sich Knobel optimistisch, dass sich die Krise nicht über das gesamte Jahr hinziehen wird. Das Unternehmen setzt nun verstärkt auf die Herausstellung der Produktvorteile, um mögliche Preiserhöhungen zu rechtfertigen. Marken wie Persil und Schwarzkopf genießen nach wie vor eine hohe Kundenbindung, was helfen könnte, die Auswirkungen der gestiegenen Kosten abzufedern.

Henkel beschäftigt weltweit rund 47.000 Mitarbeiter, davon weniger als ein Fünftel in Deutschland. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen einen Umsatz von etwa 20,5 Milliarden Euro. Je länger Henkel mit Preiserhöhungen wartet, desto größer wird der finanzielle Druck. Angesichts steigender ölbedingter Kosten und nachlassender Nachfrage setzt das Unternehmen auf Markenstärke und Produktqualität, um Stabilität zu wahren. Die kommenden Monate werden zeigen, ob diese Maßnahmen ausreichen, um die anhaltenden Herausforderungen auszugleichen.

Quelle