15 April 2026, 14:16

Haushaltsabfälle in NRW steigen 2024 leicht an – doch der Trend bleibt unklar

Ein grüner Müllcontainer voller Plastik und Dosen auf einem weißen Boden, mit einem Plakat an der Wand im Hintergrund.

Fast eine halbe Tonne Müll pro Person pro Jahr - Haushaltsabfälle in NRW steigen 2024 leicht an – doch der Trend bleibt unklar

Nordrhein-Westfalen verzeichnet leichten Anstieg bei Haushaltsabfällen

Laut neuen Zahlen ist die Menge an Haushaltsabfällen in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Im Jahr 2024 fielen pro Einwohner durchschnittlich 454,2 Kilogramm Abfall an – ein Plus von 2,1 Prozent im Vergleich zu 2023. Der Anstieg steht im Zusammenhang mit einem breiteren Trend, der auf veränderte Gewohnheiten während und nach der Pandemie zurückgeht.

Die Abfallmengen in der Region erreichten 2020 und 2021 ihren Höhepunkt, mit Pro-Kopf-Werten von 480,4 bzw. 491,7 Kilogramm. Dieser starke Anstieg war auf mehr Online-Einkäufe, Essenslieferungen und Gartentätigkeiten während der Lockdowns zurückzuführen. Im Vergleich dazu liegt der Wert von 2024 weiterhin unter den 479,4 Kilogramm, die 2014 registriert wurden.

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Die gesamte Menge an kommunalem Abfall belief sich 2024 auf 8,2 Millionen Tonnen, wobei fast 40 Prozent als Restmüll eingestuft wurden. Der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft (BDE) betont jedoch, dass die aktuellen Daten keinen langfristigen Aufwärtstrend erkennen lassen. Der pandemiebedingte Anstieg hat sich inzwischen normalisiert, auch wenn die Zahlen des letzten Jahres eine leichte Erholung zeigen.

Die jüngsten Daten belegen einen moderaten Anstieg der Abfallmenge pro Einwohner und kehren damit den kurzen Rückgang nach der Pandemie um. Da Restmüll einen erheblichen Anteil ausmacht, beobachten die Behörden die Entwicklung weiterhin genau. Der BDE hält fest, dass sich in der Region bisher kein klares Muster steigender Abfallmengen abzeichnet.

Quelle