26 April 2026, 06:12

"Hast du gepupst?"-Tag: Warum Deutschland am 5. Februar über Tabus lacht

Plakat für "Eine angestellte Frau: Die große Farce-Komödie-Erfolg" mit einer Person mit entschlossener Miene und einer Uhr im Hintergrund.

"Hast du gepupst?"-Tag: Warum Deutschland am 5. Februar über Tabus lacht

Jedes Jahr am 5. Februar begeht Deutschland den "Hast du gepupst?"-Tag – eine verspielte Hommage an eine ganz natürliche Körperfunktion. Der 2006 ins Leben gerufene Aktionstag teilt sich zwar das Datum mit dem Welt-Nutella-Tag, sticht aber durch seinen frechen Humor und die lockere Herangehensweise an ein oft noch tabuisiertes Thema hervor.

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Erfunden wurde der Feiertag von Bastian Melnyk, einem deutschen Illustrator und Cartoonisten. Warum er ausgerechnet den 5. Februar wählte, bleibt unklar – doch seitdem hat der Tag eine kleine, aber treue Anhängerschaft gefunden. Sein Ziel ist simpel: Furzen als unvermeidlichen Teil des menschlichen Daseins zu enttabuisieren und mit Humor zu nehmen.

Sogar in der Folklore spielt das Thema eine Rolle: Ein Mythos der Tatuyo, eines indigenen Volks in Kolumbien, erzählt etwa, wie Ton durch den versehentlichen Wind eines Gottes entstand. In Großbritannien wiederum hat der "Profipfurzer"Mr. Methane – mit bürgerlichem Namen Paul Oldfield – eine Karriere daraus gemacht, gezielt Flatulenzen auf der Bühne und im Fernsehen zu inszenieren.

Strenge Bräuche gibt es am "Hast du gepupst?"-Tag nicht. Stattdessen soll er zu offeneren Gesprächen und mehr Gelächter über ein Thema anregen, das viele lieber totschweigen.

Auch wenn der 5. Februar in Deutschland kein großer Feiertag ist, erinnert er doch daran, dass selbst die banalsten Körperfunktionen Stoff für Heiterkeit bieten können. Mit seinem skurrilen Erbe bringt Bastian Melnyk die Menschen auch fast zwei Jahrzehnte später noch zum Schmunzeln.

Quelle