Essen wechselt 2027 zu zweijährigem Haushaltsplan für mehr Stabilität
Bernhard WeinholdEssen wechselt 2027 zu zweijährigem Haushaltsplan für mehr Stabilität
Essen stellt auf zweijährigen Haushaltsplan um
Ab 2027/2028 führt Essen ein zweijähriges Haushaltssystem ein, um die finanzielle Belastung zu verringern. Die Stadt steht seit Langem unter Haushaltsdruck und strebt mit diesem Schritt mehr Stabilität an. Die Verantwortlichen erwarten, dass die Umstellung die Planung verbessert und den Verwaltungsaufwand reduziert.
Der Stadtrat wird den Haushaltsentwurf am 16. September 2026 beraten; die endgültige Entscheidung soll am 18. November fallen. Die Neuerung folgt auf Essens Teilnahme am nordrhein-westfälischen Entschuldungsprogramm, das im Juli 2025 im Rahmen des Altlasten-Entschuldungsgesetzes startete.
Im Zuge des Programms übernimmt das Land Liquiditätskredite der Stadt in Höhe von rund 610,7 Millionen Euro. Durch diese Entlastung spart Essen voraussichtlich etwa 11,7 Millionen Euro an Zinszahlungen bis 2026 ein. Der Zweijahreshaushalt soll zudem Bürokratie für Mitarbeiter und politische Berater abbauen und durch regelmäßige Finanzberichte für mehr Transparenz sorgen.
Um die finanziellen Spielräume strikt zu kontrollieren, bleiben Ausgaben über 5.000 Euro weiterhin genehmigungspflichtig. Das neue System ermöglicht zudem eine bessere Planung von kreditfinanzierten Projekten im zweiten Jahr und hilft der Stadt, langfristige Investitionen effizienter zu steuern.
Mit dem zweijährigen Haushalt erhält Essen planbarere Finanzen bei gleichzeitiger strenger Ausgabenkontrolle. Die Stadt rechnet damit, dass die Änderungen Kosten senken und Entscheidungsprozesse beschleunigen. Die endgültige Verabschiedung des Haushalts 2027/2028 steht für November 2026 an.






