Dortmund vor Umbruch: Schlüsselspieler gehen, Kobel rückt in Führungsrolle auf
Ferdinand WeimerDortmund vor Umbruch: Schlüsselspieler gehen, Kobel rückt in Führungsrolle auf
Borussia Dortmund steht vor einem Umbruch: Schlüsselspieler verlassen den Verein, Führungsrollen werden neu verteilt. Nach Ablauf ihrer Verträge werden Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan den BVB in diesem Sommer verlassen. Gleichzeitig rückt Torhüter Gregor Kobel in der Hierarchie auf: Mit seiner Erfahrung wird er hinter Emre Can zum zweitdiensterfahrensten Spieler im Kader.
Die Abgänge verändern die Mannschaftsstruktur, doch Kobel erwartet nur geringe Anpassungen bei der Verteilung der Verantwortung. Seit 2021 steht der 32-Jährige bei Dortmund unter Vertrag – sein aktueller Deal läuft bis 2028. Seine Führungsrolle hat sich im Laufe der Zeit gewandelt: Zunächst fungierte er als Stellvertreter von Emre Can, der damals Vizekapitän war. Unter dem früheren Trainer Nuri Şahin übernahm später Julian Brandt die Vizekapitänsrolle, wodurch Kobel in den Hintergrund rückte.
Mit Brandts Abgang dieses Sommer wird sich die Mannschaftshierarchie erneut verschieben. Aktuell ist Nico Schlotterbeck erster Stellvertreter hinter Can, während Kobel die Position des zweiten Vertreters einnimmt. Trotz der Veränderungen zeigt sich der Torwart zurückhaltend, was zusätzliche Aufgaben angeht. Zwar könnte sein Verantwortungsbereich leicht wachsen, grundlegende Änderungen im Teamgefüge erwartet er jedoch nicht.
Auch auf Führungsebene steht der Verein vor personellen Wechseln. Kobel jedoch gibt sich gelassen: Er bevorzugt eine abwartende Haltung und sieht in den Übergängen keinen Grund zur Sorge, sondern vielmehr einen natürlichen Teil der Vereinsentwicklung.
Mit dem Abschied von Brandt, Süle und Özcan wird sich die interne Dynamik bei Dortmund anpassen müssen. Kobels Erfahrung und konstante Präsenz dürften dabei für Stabilität sorgen. Zwar könnte seine Rolle im Team an Bedeutung gewinnen – am grundsätzlichen Ansatz der Mannschaft wird sich in der kommenden Saison aber voraussichtlich wenig ändern.






