Deutsche Telekom sichert Millionenauftrag für europäisches KI-Großprojekt SOOFI
Ante TextorDeutsche Telekom sichert Millionenauftrag für europäisches KI-Großprojekt SOOFI
Deutsche Telekom sichert Großauftrag für europäisches KI-Projekt
Die Deutsche Telekom hat einen bedeutenden Auftrag für die Unterstützung einer neuen europäischen KI-Initiative erhalten. Der Deal im Wert von mehreren zehn Millionen Euro stellt Rechenkapazitäten für das KI-Projekt SOOFI bereit, das von der Leibniz Universität Hannover geleitet wird. Ziel des Vorhabens ist der Aufbau eines großskaligen KI-Sprachmodells mit rund 100 Milliarden Parametern.
Am 20. November 2025 stiegen die Aktien des Konzerns um 1,0 % auf 27,44 Euro, bleiben aber im Vergleich zum Vormonat 7,6 % im Minus.
Kooperation für europäische KI-Souveränität Am Projekt SOOFI sind neben der Leibniz Universität Hannover auch das Fraunhofer-Institut und der KI-Verband Deutschland beteiligt. Es soll eine europäische Alternative zu den derzeit von US-Techkonzernen dominierten KI-Systemen schaffen. Die KI-Fabrik der Deutschen Telekom übernimmt dabei eine Schlüsselrolle beim Training des Modells – mit rund 1.000 NVIDIA-DGX-Systemen, die über 10.000 Grafikprozessoren (GPUs) umfassen.
Ab März nächsten Jahres werden zunächst 130 DGX-Systeme – ausgestattet mit mehr als 1.000 GPUs – ausschließlich für SOOFI reserviert. Das Rechenzentrum des Projekts wird eine Spitzenleistung von 0,5 ExaFLOPS erreichen und über Hochgeschwindigkeits-Glasfaserverbindungen angebunden sein.
"Digitale Souveränität als Schlüssel für Europas Unabhängigkeit" Ferri Abolhassan, Chef der Telekom-Tochter T-Systems, betonte die Bedeutung digitaler Souveränität für die wirtschaftliche Eigenständigkeit Europas. Der im zweistelligen Millionenbereich liegende Auftrag markiert einen wichtigen Schritt, um die Abhängigkeit von ausländischer KI-Infrastruktur zu verringern.
Das SOOFI-Sprachmodell soll zu einem der leistungsfähigsten KI-Systeme Europas werden. Durch die Beteiligung der Deutschen Telekom stehen hochperformante Rechenressourcen für seine Entwicklung bereit. Der Fokus des Projekts liegt derzeit auf der Zusammenarbeit deutscher Forschungseinrichtungen – weitere europäische Partner wurden bisher nicht öffentlich bestätigt.






