CDU Solingen fordert schärfere Maßnahmen gegen Mobbing in Schulen und Kitas
Isabella ReinhardtCDU Solingen fordert schärfere Maßnahmen gegen Mobbing in Schulen und Kitas
Die Solinger CDU fordert eine genauere Untersuchung des Problems Mobbing in Schulen und Kitas der Stadt. Die Partei macht sich Sorgen darüber, wie viele Kinder – sowohl im persönlichen Umfeld als auch digital – Schikane erleben und ob die bisherigen Präventionsmaßnahmen greifen.
Im Rahmen ihrer Anfrage will die CDU ermitteln, wie häufig Mobbing im Solinger Bildungssystem auftritt. Zwar liegen keine lokalen Daten vor, doch bundesweite Studien deuten auf ein weit verbreitetes Problem hin. Eine Erhebung der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2022 ergab, dass jedes sechste Schulkind in Deutschland bereits Mobbing erfahren hat. Die PISA-Studie 2022 zeigte zudem, dass 21 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland mehrmals im Monat gemobbt werden. Übertragen auf Solingen könnten diese Zahlen bedeuten, dass rund 2.800 Schülerinnen und Schüler betroffen sind.
Die Anfrage wird zudem die Personalausstattung in Kitas und Grundschulen prüfen, um zu bewerten, inwiefern diese ausreichend Kapazitäten für die Mobbingprävention bieten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Zunahme digitaler Konflikte, insbesondere in Klassenchatgruppen, wo Online-Belästigung immer häufiger vorkommt. Die CDU hat detaillierte Informationen zu bestehenden Präventionsprogrammen angefordert – darunter auch dazu, wie deren Erfolg gemessen wird.
Das Thema wird nun in zwei wichtigen städtischen Ausschüssen beraten und rückt damit auf die politische Agenda Solingens. Die Partei hofft, dass dies zu einer breiteren Debatte über bessere Unterstützung für betroffene Kinder führt.
Der Vorstoß der CDU erfolgt vor dem Hintergrund, dass in den vergangenen fünf Jahren keine lokalen Statistiken zu Cybermobbing oder digitaler Gewalt in Solingen erhoben wurden. Die Antworten der Verwaltung sollen zeigen, ob die aktuellen Maßnahmen ausreichen oder ob stärkere Schritte notwendig sind. Die Ergebnisse könnten künftige Politiken zum Kinderschutz in der Stadt prägen.






