109 Dezibel: Luxusauto in Witten wegen extremen Lärms beschlagnahmt
Bernhard Weinhold109 Dezibel: Luxusauto in Witten wegen extremen Lärms beschlagnahmt
Luxusauto in Witten beschlagnahmt: 109 Dezibel überschreiten Grenzwerte deutlich
In Witten wurde ein Hochleistungsfahrzeug sichergestellt, nachdem es mit extrem hohen Lärmwerten aufgefallen war. Das auf der Holbeinstraße in einer absoluten Halteverbotszone abgestellte Auto erzeugte 109 Dezibel – weit über dem zulässigen Grenzwert von 82 dB. Gegen den Besitzer wurden nun Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Manipulationen am Motorsteuergerät eingeleitet.
Auslöser des Vorfalls war die Sichtbarkeit des Wagens in der gesperrten Parkzone. Anwohner hatten den extremen Lärm gemeldet, woraufhin eine Überprüfung stattfand. Messungen bestätigten, dass der Motor des Fahrzeugs 109 Dezibel produzierte und damit lokale Lärmschutzvorschriften deutlich verletzte.
Der Besitzer argumentierte, die hohen Geräuschemissionen seien auf den Biturbo-Motor des Wagens zurückzuführen. Die Behörden vermuten jedoch, dass das Motorsteuergerät verändert wurde, was die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs gefährden könnte. In der Folge wurde das Auto beschlagnahmt, und dem Halter drohen nun verwaltungsrechtliche Konsequenzen.
Moderne Turbomotoren haben sich in den letzten zehn Jahren rasant weiterentwickelt. Dazu zählen unter anderem elektrisch unterstützte Turbolader, die über 200.000 Umdrehungen pro Minute erreichen, Turbos mit variabler Geometrie für Ottomotoren sowie Anpassungen für CO₂-neutrale Kraftstoffe wie Wasserstoff. Trotz dieser Fortschritte werden die Lärmgrenzwerte in Witten jedoch konsequent durchgesetzt.
Das Fahrzeug bleibt vorerst in Polizeigewahrsam, während die Ermittlungen andauern. Der Besitzer muss die Lärmverstöße sowie mögliche Motorveränderungen beheben, bevor das Auto freigegeben wird. Bei einer Verurteilung drohen ihm zusätzliche Strafen nach der Straßenverkehrsordnung.






