1.500 Menschen protestieren in Köln gegen Merz' Migrationspolitik und für Asylrechte
Bernhard Weinhold1.500 Menschen protestieren in Köln gegen Merz' Migrationspolitik und für Asylrechte
Rund 1.500 Menschen versammelten sich am Sonntag in Köln, um gegen die Migrationspolitik der Regierung zu protestieren. Die Demonstration stand unter dem Motto "Menschenrechte verteidigen – Stoppt Merz' Politik" und richtete sich gegen die jüngsten Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz zu Abschiebungen und städtischer Vielfalt. Verschiedene Basisinitiativen hatten die Kundgebung organisiert und forderten stärkere Asylrechte sowie Solidarität mit Migrantinnen und Migranten.
Der Protest war Teil einer breiteren Welle des Widerstands, die auf Merz' umstrittene Aussagen zu Migration und Abschiebungen folgte. Allein in der vergangenen Woche hatten in mehreren deutschen Städten ähnliche Demonstrationen stattgefunden.
Die Teilnehmenden verlangten unverzügliche Reformen der Asylpolitik, darunter den Ausbau von Rettungseinsätzen für Geflüchtete auf See. Zudem setzten sie sich für bezahlbaren Wohnraum, Gerechtigkeit für Palästina und eine klare Haltung gegen die rechtsextreme AfD ein. Rednerinnen und Redner auf der Kundgebung betonten, Migration sei ein natürlicher Teil der Gesellschaft, und forderten besseren Schutz für Geflüchtete.
Die Veranstaltung wurde von einem Bündnis lokaler und überregionaler Organisationen koordiniert, darunter Seebrücke Köln, Fridays for Future Köln, Medical Solidarity International und Youth for Climate Köln. Weitere unterstützende Gruppen waren SOS Humanity, der Kölner Spendenkonvoi und Widersetzen Köln.
Die Polizei schätzte die Zahl der Demonstrierenden auf etwa 1.500 Personen. Der Protest verstärkte den wachsenden öffentlichen Widerstand gegen Merz' Politik in den Bereichen Migration und städtische Integration. Die Organisatorinnen und Organisatoren betonten die Notwendigkeit eines systemischen Wandels im Umgang Deutschlands mit Asyl und Menschenrechten.






